Jürgen Denk löst Jupp Heckmann ab

 

Jürgen Denk löst Jupp Heckmann ab.

Flugsportclub Altfeld wählte einen neuen Vorstand – Von 18. bis 26. Mai Fluglager mit täglichen Starts geplant.

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Blick immer himmelwärts: Die neue Führungsmannschaft des Flugsportclubs Altfeld mit (von links) Jürgen Denk (Vorsitzender) Thomas Fertig (Kassier), Eberhard Schäfer (stellvertretender Vorsitzender) und Dieter Elbert (Schriftführer).

Altfelds Segelflieger stehen Gewehr bei Fuß. Mit hoffnungsvollen Blicken schauen sie in diesen Tagen auf den Wetterbericht. Nahezu täglich wächst der Wunsch, dass die Piloten so bald wie möglich wieder ihrem „himmlischen Hobby“ frönen können. Vom späten Frühjahr bis fast in den Herbst hinein wollen die Segelflieger mit ihren „weißen Kranichen“ am Himmel Frankens kreisen.

Beim Flugsportclub Altfeld wartet man nicht nur auf die neue Flugsaison, auch die Führungsmannschaft des Vereins ist neu aufgestellt worden, nachdem der verdienstvolle Gründungsvorsitzende Josef „Jupp“ Heckmann nach vier Jahrzehnten das Cockpit verlassen hat.

Neu an die Vereinsspitze wurde bei der Hauptversammlung im Fliegerstübchen der 57-jährige Polizeihauptkommissar Jürgen Denk aus Leinach bei Würzburg gewählt. Er ist aktiver Segelflieger und lernte 1990 bei einem Wettbewerb den Flugplatz Altfeld kennen und lieben. Als 17-Jähriger stieg er im unterfränkischen Ebern erstmals hinter den Steuerknüppel. Denk sieht in Altfeld ein „Super-Fluggelände“ mit einer intakten Infrastruktur. Als „Co-Pilot“ an der Vereinsspitze wurde der langjährige zweite Vorsitzende Eberhard Schäfer im Amt bestätigt. Schäfer wurde ebenfalls bereits als Jugendlicher vom Flieger-Bazillus infiziert und von seinem Vater Rudi, einem ehemaligen Fluglehrer, angeleitet. Neu im Vorstand ist der 47-jährige Diplom-Ingenieur für Holztechnik, Thomas Fertig aus Marktheidenfeld, der lange schon zum Verein gehört. Als Schlepppilot zieht er seine Kollegen dorthin in die Lüfte, wo nutzbare thermische Aufwinde vermutet werden. Als Schriftführer fungiert Dieter Elbert aus Wiebelbach. Elbert, der früher selbst im Cockpit saß, ist ebenfalls ein Mann der ersten Jahre und seit 1978 dem Verein verbunden.

Der neue Vorsitzende Jürgen Denk möchte die Flugstatistik des vergangenen Jahres in der neuen Saison übertreffen. 2012 waren nämlich mit 82 nutzbaren „Flug-Tagen“ 30 Flugbetriebstage weniger als im Jahr zuvor registriert worden – eine Bilanz, die sich auch auf die Zahl der Starts negativ auswirkte. Die Flugleiter notierten im Vorjahr mit 349 Starts 258 Flüge weniger als 2011, als es 607-mal „cleared for take-off“ geheißen hatte.

Der neue Vorstand will den Flugbetrieb unter anderem dadurch intensivieren, indem er vom 18. bis 26. Mai ein so genanntes Fluglager veranstaltet. In der Praxis heißt dies, dass tagtäglich geflogen werden kann und immer ein Schlepppilot und ein Flugleiter zur Verfügung stehen. Piloten von benachbarten Flugsportvereinen sind an diesen Tagen gerne gesehen. Auch sie werden dann davon profitieren, dass im Vorspessart mit seinen angrenzenden Wiesentälern die thermischen Aufwinde früher beginnen und auch länger nutzbar sind. Die Nähe des Rhein-Main-Flughafens spielt dabei kaum eine Rolle. Zwar dürfen die Segler in direkter Platznähe nicht höher als 1900 Meter steigen – weil der Luftraum darüber den Boeings und Airbussen reserviert ist – aber bereits am Main bei Marktheidenfeld ist ein grenzenloses Fliegen „mit viel Luft nach oben“ möglich.

Derzeit bereiten sich zwei Flugschüler in Altfeld auf ihre Ausbildung vor. Wer ernsthaft am Segelfliegen interessiert ist, darf sich jederzeit mit einem erfahrenen Piloten zu einem kostenlosen Schnupperflug in das Cockpit eines Segelflugzeugs setzen. Wer fliegen lernen will, muss mindestens 14 Jahre alt sein und vom Arzt die Flugtauglichkeit bestätigt haben. Schon mit 16 Jahren darf er den Prüfungsflug absolvieren, mit 17 kann er die Pilotenlizenz erwerben.

 

 

arth

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