Neuer „weißer Kranich“ ist gelandet

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Pfarrer Alexander Eckert segnet das neue Segelflugzeug. Mit im Bild sein evangelischer Amtsbruder Pfarrer Klaus Betschinske und Vereinsvorsitzender Jürgen Denk (im dunklen Sakko). Foto: Günter Reinwarth

Die kleine Luftflotte des Flugsportclubs Altfeld hat sich um einen fünften „weißen Kranich“ erweitert. Seit Kurzem steht eine einsitzige Maschine vom Typ ASW 28 im Hangar. Sie ist in ihrer Klasse so ziemlich das modernste Segelflugzeug, das derzeit am deutschen Himmel unterwegs ist.

Der allgemeine Aufwärtstrend im Club, neue Piloten in der Mitgliederliste und der Zulauf neuer Flugschüler haben nach Einschätzung des Vorsitzenden Jürgen Denk den Verein dazu bewogen, den Flugzeugpark weiter zu modernisieren.

In einer Feierstunde haben die Pfarrer Klaus Betschinske (evangelische Kirchengemeinde Kreuzwertheim) und Alexander Eckert (Katholische Kirchengemeinde Esselbach) den kirchlichen Segen für die neue Maschine und die Piloten des Clubs erbeten. Vor der Weihe äußerte Vorsitzender Denk im Beisein des Altfelder Altbürgermeisters Georg Fertig, der Anfang der 1970er Jahre mit seinem Gemeinderat den Bau des Flugplatzes unterstützt hatte, den Wunsch, dass jeder Pilot mit dem neuen Flugzeug unfallfrei unterwegs sein und gesund landen möge.

Mit Blick auf das „tolle Fluggerät“ bekundete Pfarrer Betschinske seinen Respekt vor dem luftsportlichen Können der Altfelder Piloten, wenn diese nach dem Start die Stille des Himmels genössen und sich mit aerodynamischer Hilfe treiben lassen.

Pfarrer Eckert zitierte den bekannten Song von Reinhard Mey von der grenzenlosen Freiheit am Pilotenhimmel. Das neue Segelflugzeug sei wohl ein Traum jedes Leistungspiloten, meinte Eckert und fasste das himmlische Hobby mit den Worten zusammen: immer weit vorausdenken – sich der großen Verantwortung am Steuerknüppel bewusst sein – im motorlosen Flug Gott ein Stück näher kommen.

Der neue Flieger mit 18 Metern Spannweite besteht aus verschiedenen Kunststoff-Legierungen. Er wurde bei der Firma Alexander Schleicher in Poppenhausen in der Rhön gebaut, wiegt leer 270 Kilo und kann eine Höchstgeschwindigkeit von 270 Stundenkilometern erreichen.

Die ASW 28 kann aufgrund ihrer guten Flugeigenschaften in jeder Tragfläche 90 Liter Wasser mit in die Luft nehmen. Wenn der Pilot die Tanks leert, erreicht sein Flieger eine niedrigere Flächenbelastung, die wiederum die optimale Nutzung schwacher Aufwinde und häufig eine sichere Rückkehr auf den Heimatflugplatz ermöglicht.

 

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