Hobby-Piloten im Main-Tauber-Kreis: Fliegen als ein Stück grenzenloser Freiheit

Herausforderung beim Segelflug

Der Pilot: Der 15-jährige Timo Niederhoff macht beim FSC Altfeld eine Ausbildung zum Segelflugpiloten.
Der Segelfluglehrer: Horst Ostrowski ist begeisterter Segelflieger und Ausbildungsleiter für Segelflug und Motorsegler beim Flugsportclub Altfeld (FSC). Ihm gefällt besonders die Herausforderung beim Segelflug.

»Über den Wol­ken muss die Frei­heit wohl gren­zen­los sein«, sang einst Lie­der­ma­cher Rein­hard Mey. Dass dies tat­säch­lich so ist, be­stä­ti­gen die Hob­by-Pi­lo­ten aus der Re­gi­on. »Flie­gen er­füllt den Traum, frei wie ein Vo­gel zu sein«, er­klärt Ste­phan Spall.

Horst Ostrowski ist begeisterter Segelflieger und Ausbildungsleiter für Segelflug und Motorsegler beim Flugsportclub Altfeld. Als Jugendlicher habe er mit Modellflug angefangen. »Mit 32 Jahren sei er zum Segelfliegen gekommen.« Das war 1994 beim Aeroclub Tauberbischofsheim. 1998 machte er die Ausbildung zum Segelfluglehrer und später noch die Flugberechtigung für Motorflieger. Seit sieben Jahren ist er Fluglehrer beim FSC Altfeld. Ihn fasziniere, mit Hilfe der Thermik große Strecken zu fliegen. »Man fliegt sehr viel intensiver als mit Motor«, erklärt er. Es sei ein ganz anderes Erlebnis. Segelfliegen sei für ihn viel interessanter als Motorflug, da man stets auf die Thermik achten müsse. »Man trifft ständig die Entscheidung, was ist die optimale Flugroute«, schwärmt er. Dabei helfe zum Beispiel die Wolkenoptik. Das Fliegen sei so anspruchsvoller, da man sich die Flugtaktik erarbeiten müsse.

Gemeinsames Hobby

Zu den Mitgliedern des FSC gehört auch der 15-jährige Timo Niederhoff aus Schollbrunn. Er lernte den Verein über dessen Angebote im Ferienprogramm kennen. »Das Mitfliegen machte mir viel Spaß, da entschloss ich mich, die nötige Ausbildung zu absolvieren«, erzählt er. Über seinen Sohn kam Timos Vater Heiko zum Segelfliegen. Er meistert zusammen mit ihm die Flugausbildung. »Segelfliegen ist für mich Entspannung, man kann die Ruhe genießen und nimmt die Umgebung anders wahr, als wenn man durch sie fährt«, schwärmt er. Zudem hätten Vater und Sohn so ein gemeinsames Hobby.

Ostrowski hat unter anderem schöne Erinnerungen an Überflüge in den Alpen. Immer in Erinnerungen bleiben werde ihm auch der erste Alleinflug über Tauberbischofsheim. »Er war nur kurz, aber unvergesslich, da man ganz allein die Verantwortung hat.« Auch die Segelflüge mit seiner Frau in die Schweiz und zurück ohne Landung liebe er. Interessenten am Segelfliegen empfehle er die Teilnahme an einem Schnupperflug. Außerdem sei es hilfreich, einen Schnuppertag in einem Segelflugverein zu machen. Dort sei auch eine Ausbildung im Segelfliegen möglich. Beides biete der FSC Altfeld an. 


Die Ausbildung zum Segelflugpiloten ist ab 14 Jahren möglich. Die Theorie umfasst neun Fächer. Für die Praxis sind durchschnittlich 30 bis 40 Flugstunden mit 60 bis 70 Starts und Landungen mit Lehrer nötig. Danach bleibt der Lehrer in der Ausbildung mit dem allein fliegenden Schüler per Funk verbunden. Aufbauend auf der Segelfluglizenz ist mit relativ geringem Aufwand und Kosten eine Motorseglerlizenz möglich.
Das Segelfluggelände des FSC Altfeld mit asphaltierter Start- und Landebahn befindet sich nahe des Sportgeländes Altfeld. Die Bahn ist 440 Meter lang. Zudem hat der Verein eine Halle und ein Vereinslokal. Die 35 Mitglieder ab 14 Jahren bis zum Senior können die Flugzeuge des Vereins nutzen. Es handelt sich um fünf Segelflieger verschiedener Typen und einen Motorsegler C-Falke. Hinzu kommt ein Motorflugzeug als Schleppflugzeug und für Rundflüge. Die Flughöhe der Segelflieger liegt bei bis zu 3000 Meter. 
Es sind Segelflüge mit mehr als 800 Kilometer Länge möglich.

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